GeldKarte-Logo und der goldene Chip
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Bequem für Kunde und Betreiber

Das Parkhaus ist eine Schlüsselanwendung für die GeldKarte

"In Deutschland werden täglich ca. 5 Millionen Euro im Bereich des ruhenden Verkehrs umgesetzt. Tonnenweise wird das Münzgeld aus den Automaten geholt, sortiert, gezählt, gerollt und dann 'entsorgt'. Die Automatenaufsteller haben also richtig Arbeit mit dem Geld, das ihnen die Kunden bringen. Danach kommt das große Problem: wohin mit dem Geld?

Viele Banken sind nicht mehr bereit, Münzgeld in diesen Mengen anzunehmen. Das Problem mit der Geldentsorgung muss also oft kostenintensiv durch ein Geldtransport-Unternehmen gelöst werden. Auch muss in vielen Fällen, Münzgeld bestimmter Sorten zur Wiederauffüllung der Rückgeldgeber von den Geldinstituten beschafft werden. Beim Zählen müssen auch die ausländischen Geldmünzen heraussortiert werden, die für die Automatenbetreiber wegen ihrer Minderwertigkeit im Verhältnis zum Euro-Münzwert auch noch einen wirtschaftlichen Schaden darstellen. Diese Probleme entfallen beim Einsatz der GeldKarte komplett. Im Gegenzug muss pro Bezahlvorgang 0,3 Prozent vom Umsatz, mindestens aber ein Cent an den Systempartner abgeführt werden. Im Verhältnis zu den Ersparnissen durch das Wegfallen oben genannter Ärgernisse rechnet sich das allemal.

Kredit- oder EC-Karten kommen umgekehrt an normalen City-Parkhäusern kaum in Frage. Das ec-Lastschriftverfahren ist durch die Folgekosten der einzelnen Buchungen auf den Konten des Parkhausbetreibers und des Parkkunden sehr teuer, außerdem können die Kunden wegen fehlender PIN-Eingabe den abgebuchten Betrag jederzeit zurückfordern.
Das Kreditkartenhandling ist wegen seinem großen Aufwand für Kleinbeträge nicht geeignet. Ein sinnvoller Einsatz ist nur bei größeren Beträgen, wie sie z.B. an Flughäfen oder Bahnhöfen anfallen, gerechtfertigt.

Einmal täglich oder wöchentlich werden die im Parkhaus gespeicherten Buchungssätze der einzelnen Zahlvorgänge per ISDN-Modem an ein Rechenzentrum zur weiteren Bearbeitung übertragen. Die Gutschrift der getätigten Umsätze erfolgt spätestens am nächsten Tag auf dem Konto des Parkhausbetreibers. Ich kann an dieser Stelle bestätigen, dass diese Verfahrensweise mit dem 'elektronischen Geldtransport' einwandfrei funktioniert. Seit April 1997 setzen wir die GeldKarte als Zahlungsmittel und auch als Ticketersatz an Ein- und Ausfahrt (Check-in Check-out) ein. Eine bundesweite Befragung bei Parkhausbetreibern hat dabei ergeben, dass die Akzeptanz bei der Ein- und Ausfahrt-Variante deutlich größer ist als bei der Zahlung mit GeldKarte am Kassenautomaten. In unseren City-Parkhäusern liegt die Akzeptanz inzwischen bei rund zehn Prozent aller Bezahlvorgänge.

Limburg

Zwischenzeitlich haben wir in Limburg bereits fünf Objekte und bei anderen Betriebsstätten weitere drei Objekte mit der besonders kundenfreundlichen Ein- und Ausfahrt-Variante ausgestattet. Wir haben ausschließlich positive Erfahrungen gesammelt.

Parkhäuser

Bisher gesammelte Erfahrungen in Parkhäusern verschiedener Städte zeigen ganz eindeutig parallele Entwicklungen: Die mit der GeldKarte zahlende Kundenzahl vermehrt sich zusehends. Allerdings flacht die Rate ab, sobald keine Nachrichten in Bezug auf neue GeldKarten-Anwendungen oder Erfolge mehr an die Öffentlichkeit gelangen. Insgesamt gilt, egal ob Provinz oder Großstadt: Die regionale Akzeptanz der GeldKarte hängt unserer Erfahrung nach maßgeblich von der Unterstützung der Kreditinstitute vor Ort ab. Wo diese sich engagieren, geht es kontinuierlich vorwärts. Nur durch kontinuierliche Werbung von Banken und Sparkassen sowie der Akzeptanzstellen wird die GeldKarte zu einer 'Erfolgsstory'."

Der Autor

Werner Schardt ist Geschäftsführer der Parkhausgesellschaft Limburg mbH und Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden des Bundesverbands der Park- und Garagenhäuser e.V.

www.parkhaus-limburg.de
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