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München ist Vorreiter

Der bargeldlose Fahrscheinkauf ist bei der MVG bereits Standard

"Der bargeldlose Fahrscheinkauf bringt viele Vorteile – für den einzelnen Fahrgast wie auch für das Verkehrsunternehmen. Aus dieser Überzeugung heraus hat sich die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) im vergangenen halben Jahr mit großem Einsatz am Vorreiterstadt-Projekt 'GeldKarte München' beteiligt und hierfür eine Vielfalt eigener Werbeflächen für die Kommunikation zur Verfügung gestellt.

Bereits seit Anfang der 90er Jahre unternimmt die MVG (vor 2002 noch als damalige Verkehrsbetriebe der Stadtwerke München) Anstrengungen, bargeldlose Zahlungsverfahren in ihrer Vertriebsinfrastruktur einzuführen und auszubauen. Seit 1998 wurde das Vertriebsnetz kontinuierlich auf die Akzeptanz der GeldKarte ausgelegt. Heute können die Fahrgäste der MVG an allen 1.500 Fahrkartenautomaten in den U-Bahnhöfen, Trambahnen und Bussen und in den MVG-Kundencentern am Marienplatz und in der Poccistraße die GeldKarte als Zahlungsmittel einsetzen.

Die Entwicklung der Einsatzzahlen und der Umsätze der GeldKarte war aber auch nach der flächendeckenden Einführung der Akzeptanzstellen zunächst verhalten. Daher hat sich die MVG verstärkt darum bemüht, die GeldKarte weiter bekannt zu machen. Hierzu schaffte sie zum einen für ihre Kunden einen Anreiz, bargeldlos zu zahlen: Kauft der Kunde an einem der über 1.500 Fahrkartenautomaten in den U-Bahnhöfen, Trambahnen und Bussen bargeldlos einen Einzelfahrschein, zahlt er seit dem Frühjahr 2002 nur den Preis einer Fahrt mit der günstigeren Streifenkarte und spart damit bis zu 20 Prozent. Zum anderen beteiligte sich die MVG seit April 2003 an der groß angelegten Werbekampagne des Vorreiterstadt-Projekts 'GeldKarte München'.

Erste Bilanz: Seit April – also seit Beginn des Münchner Projekts mit Plakaten, Infomaterialien, Aufklebern, Promotions und Events – ist der Geldkarteneinsatz an den Fahrkartenautomaten um 38 Prozent gestiegen; der Umsatz konnte um 33 Prozent gesteigert werden. Dies zeigt, dass bei zunehmender Bekanntheit der GeldKarte mehr Fahrgäste die Vorteile des bargeldlosen Zahlens auch wirklich nutzen. Doch auch jetzt - wenn auch mit deutlich steigender Tendenz – liegt der Geldkartenumsatz noch bei weniger als 3,5 Prozent des gesamten Automatenumsatzes. Für die MVG ein Grund mehr, an der Kampagne zur GeldKarte weiterhin aktiv mitzuwirken, und an ihrem bisherigen Engagement in Sachen bargeldloses Zahlen festzuhalten. Ziel muss sein, die GeldKarte bei denjenigen bekannt zu machen, die sie bisher für Zahlvorgänge noch nicht einsetzen, und dafür zu sorgen, dass diejenigen, die die Vorteile des bargeldlosen Zahlens bereits nutzen, die GeldKarte auch weiterhin verwenden.

Die MVG hat vielfältige Gründe, sich für die GeldKarte einzusetzen:

  • einfache Bedienoberfläche für den Fahrgast,
  • Beseitigung von Wechselgeldproblemen beim Fahrgast,
  • überschaubare Kostenstruktur zur Einführung eines Zahlungsverfahrens (Investitionskosten),
  • Verhältnismäßigkeit zwischen Verfahrensgebühren (Transaktions-, Clearing- und Buchungsgebühren) und Preisniveau des verkauften Produktes und Produktsortiments,
  • hundertprozentige Zahlungsgarantie
  • Möglichkeit der offline-Zahlungsweise, wenn Notwendigkeit dazu besteht (z.B. bei den mobilen Fahrscheinautomaten),
  • Aufwandminimierung bei der Weiterverarbeitung der Bargeldeinnahmen,
  • Abkehr von der 'automatengerechten Preisstruktur' zur 'cent-genauen' Preisfindung und Weitergabe an den Kunden; in der Folge daraus mehr Flexibilität bei der Einführung von Tarifprodukten.

Die MVG hat einiges investiert, um die Annahme der GeldKarte an unseren Fahrkartenautomaten technisch möglich zu machen, weil wir hier Vorteile für unser Unternehmen wie auch für unsere Kunden sehen. Durch die bargeldlose Zahlungsweise können wir Kosten einsparen bei der Entnahme und Weiterverarbeitung der Bargeldeinnahmen und bei der Bestückung der Automaten mit Wechselgeld. Diese Einsparungen tragen letztlich auch dazu bei, die Kosten des Öffentlichen Personennahverkehrs zu minimieren und somit die im bundesweiten Vergleich günstigen Tarife zu halten. Uns liegt daher viel daran, unsere Kunden dazu zu motivieren, beim Fahrscheinkauf am Automaten die GeldKarte zu verwenden."

Der Autor

Dipl.-Ing. Achim Heinig hat an der Universität Wuppertal Verkehrswesen studiert und sich schon im Rahmen seiner Diplomarbeit 1997 mit bargeldlosen Zahlungsmittel im ÖPNV beschäftigt. Bei der MVG ist er als stellvertretender Vertriebsleiter der SWM/MVG auch für die Automatentechnik und somit für bargedlose Zahlungsverfahren zuständig. Über das Planungsbüro seines Wuppertaler Professors und die Siemens AG ist Achim Heinig zur MVG gekommen, wo er seine Aufgaben seit Juni 2002 wahrnimmt.

 

Konkrete Fragen rund um den Einsatz der GeldKarte richten Sie bitte an geldkarte@mvg.swm.de.

www.mvg-mobil.de
GeldKarte-Shop.de »

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