Pressemitteilung: Leipzig, den 07. Februar 2003
28 Prozent der Leipziger, die die GeldKarte bisher nicht genutzt haben, wollen dies künftig tun: Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung von NFO Infratest Finanzforschung zur Auswertung der großen GeldKarte-Kampagne, die im Herbst vergangenen Jahres in Leipzig stattgefunden hat. Ziel der Aktion war es, die Leipziger über Funktionsweise und Einsatzfelder des kleinen goldenen Chip auf den ec-, Bank- und Sparkassenkarten aufzuklären.
GeldKarte: Wie Kleingeld – nur besser
Insgesamt sind in Deutschland über 50 Millionen GeldKarten im Umlauf – allerdings vielfach von den Bürgern unbeachtet. Um dies zu ändern wurde Ende letzten Jahres in Leipzig eine große Aufklärungskampagne durchgeführt. Das Motto: "GeldKarte. Wie Kleingeld – nur besser." Die Leipziger Verkehrsbetriebe mit über 450 Akzeptanzstellen, 15 Rossmann-Filialen und zahlreichen Mc Donald’s Restaurants akzeptieren in Leipzig die GeldKarte als Zahlungsmittel. Darüber hinaus kann zum Beispiel im Parkhaus am Augustusplatz, an 122 Parkscheinautomaten, an 380 Zigarettenautomaten, in städtischen Ämtern, im Zoo, im Museum der Bildenden Künste und an 18 Akzeptanzstellen in 16 Bürgerämtern mit dem goldenen Chip gezahlt werden. Wichtigste Kriterien für die Auswahl Leipzigs als erste GeldKarte-Vorreiterstadt im Osten waren die über 500.000 GeldKarte-Inhaber, die große Anzahl an Akzeptanzstellen sowie das Engagement der genannten Partner.
Leipziger kennen die GeldKarte
Der Erfolg spricht für sich: 79 Prozent der Leipziger fühlen sich von den Werbemitteln über die Funktionsweise und die Einsatzfelder der GeldKarte gut bis ausgezeichnet informiert. Besonders interessant ist hierbei, dass vor allem Anzeigen, Informationsbroschüren, die u.a. in den Leipziger Kreditinstituten erhältlich waren, und die grüne Bimmel, die als mobile Informationsstelle in der Stadt unterwegs war, von den Bürgern positiv bewertet wurden. Bei all diesen Werbemitteln handelt es sich um starke Informationsträger.
Daraus und aus den vielen persönlichen Gesprächen mit den Promotion-Teams lässt sich schließen, dass der Informationsbedarf zum Thema GeldKarte vor der Kampagne groß war.
GeldKarte ein Zahlungsmittel mit Zukunft
Insgesamt hat sich die Einstellung zum goldenen Chip als Zahlungsmittel durch die Aktion deutlich positiv entwickelt: So empfinden 61 Prozent der Befragten die Nutzung der GeldKarte als einfach, 65 Prozent beurteilen die Nutzung als bequem. Darüber hinaus weiß der Großteil der Befragten, dass das Bezahlen mit dem goldenen Chip kostenlos ist. Als eindeutiger Vorteil wurde erkannt, dass der Nutzer immer das passende Kleingeld in der Tasche hat. Positiv zu bewerten ist, dass 53 Prozent der Befragten es gut fänden, wenn es noch mehr Akzeptanzstellen für die GeldKarte gäbe. Besonders erfreulich sind die tatsächlichen Nutzungsdaten seit der Aktion in Leipzig: Die Bezahltransaktionen mit der GeldKarte sowie die dabei getätigten Umsätze konnten um 60 Prozent gesteigert werden. Ein deutliches Zeichen für den Erfolg der Aufklärungskampagne sind die Ladetransaktionen: So konnte an den Ladeterminals bzw. den Geldautomaten eine Steigerung um über 200 Prozent verzeichnet werden.
Besonders an den Zigarettenautomaten kann eine deutliche Steigerungsrate verzeichnet werden: Hier stieg die Nutzung der GeldKarte von August 2002 bis Dezember 2002 um fast 400 Prozent. Auch die Leipziger Verkehrsbetriebe profitieren vom höheren Bekanntheitsgrad der GeldKarte: Von August 2002 bis Dezember 2002 konnten die Bezahlvorgänge mit der GeldKarte um ca. 50 Prozent gesteigert werden.
Volker Koppe, bei EURO Kartensysteme im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft für Kommunikationsmaßnahmen rund um die GeldKarte verantwortlich, fasst seine Eindrücke zusammen: "Die Deutschen sind, weit mehr als unsere Nachbarn, ein Volk von Barzahlern. Karten haben sich hier stets nur langsam durchgesetzt. In Leipzig kam hinzu, dass die Verkehrsbetriebe als Vorreiter für ein neues Bezahlsystem in der Kritik standen. Damit war die GeldKarte zunächst einmal für viele Bürger ein Ärgernis. Wir konnten in Leipzig keine Liebesgeschichte mehr erwarten. Deshalb sind wir sehr positiv überrascht, dass aus der GeldKarte langsam und stetig eine Erfolgsstory zu werden scheint. Und es freut uns sehr, dass die Leipziger den kleinen goldenen Chip jetzt an viel mehr Akzeptanzstellen nutzen, vom Parken über das Zigarettenziehen bis zur Meldebescheinigung bei der Stadt."
Über die GeldKarte
Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Einzelhandel. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde mit seiner Bank- oder SparkassenCard (bisher ec-Karte), deren Chip am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals aufgeladen wird. Derzeit sind in Deutschland über 62 Millionen GeldKarten im Umlauf, die an über 100.000 Akzeptanzstellen zum Einsatz kommen. Sämtliche Bezahlvorgänge sind anonym und unterliegen den Richtlinien des Datenschutzes. Für den Händler ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. (Stand: Dezember 2003)
Über EURO Kartensysteme
Als ein Unternehmen der deutschen Banken und Sparkassen erbringt die EURO Kartensysteme GmbH Servicedienstleistungen für die führenden Kartenzahlungssysteme MasterCard und GeldKarte. Lizenzmanagement, die Entwicklung von Sicherheitsstandards, Methoden der Missbrauchsbekämpfung sowie Marketing für die GeldKarte sind Schwerpunkte der Tätigkeit. Zu den Kunden der EURO Kartensysteme gehören mehr als 2.500 Kreditinstitute. (Stand: Dezember 2003)


