Pressemitteilung: Frankfurt am Main, den 03. Dezember 2003
Bargeld-Handling ist teuer. Münzen müssen gezählt und rolliert werden, Automaten müssen immer mit dem nötigen Wechselgeld ausgestattet sein und der Transport der schweren Silberlinge ist aufwändig. Sowohl für Händler und Dienstleister als auch für die Kreditinstitute ist das Bargeld-Handling mit erheblichem Zeitaufwand und Kosten verbunden. Und es wird immer teurer!
Neue Richtlinie der Bundesbank
Die Bundesbank wird ab Beginn des nächsten Jahres Münzrollen nur dann annehmen, wenn sie der neuen "Richtlinie für die Fertigung von Münzrollen in Folienpackungen" entsprechen. So dürfen keine Münzrollen mehr von Hand angefertigt werden. Sie müssen vielmehr an Münzrollierautomaten mit einer elektronischen Echtheitserkennung hergestellt werden. Dadurch soll das Fehler- und Manipulationsrisiko, das bei manuell gefertigten Münzrollen besteht, minimiert werden.
Höhere Kosten, größerer Aufwand
Den einzelnen Kreditinstituten und Geldtransportunternehmen entstehen durch diese Richtlinie zusätzliche Bearbeitungskosten. So werden ab 2004 die Preise für Ein- und Auszahlungen von losen Münzen in Beuteln um 237,5% erhöht. Nicht richtliniengemäß gefertigte Münzrollen, die bisher unentgeltlich eingezahlt wurden, werden ab 2004 15 Cent pro Stück kosten. Diese Kosten müssen von der Hausbank an die Kunden, also Händler und Dienstleister, die ihr Kleingeld einzahlen, weiter gegeben werden. Dadurch ist von einer deutlichen Erhöhung der Kosten für das Bargeld-Handling auszugehen.
Für Unternehmen, bei denen viel Münzgeld anfällt, kann es sich daher lohnen, einen eigenen Münzrollierautomaten anzuschaffen. Als deutlich günstigere Alternative insbesondere im Kleingeldbereich bietet sich jedoch die GeldKarte an. Sie ermöglicht es den Kunden, einfach und bequem und auf den Cent genau passend aus dem Guthaben zu zahlen, das in dem goldenen Chip auf ihrer Bank- oder Sparkassenkarte gespeichert ist. Besonders geeignet ist die GeldKarte beispielsweise an Ticketautomaten des ÖPNV, Briefmarkenautomaten, Zigarettenautomaten, Parkscheinautomaten und an Vending-Automaten.
Die Vorteile der GeldKarte auf einen Blick:
- Beachtliches Marktpotenzial: Über 62 Millionen GeldKarten sind derzeit in Deutschland im Umlauf.
- Die Zahlungen der Kunden sind durch die kartenausgebenden Kreditinstitute garantiert – wie bei Bargeld. Die Legitimation erfolgt über den Besitz der Karte – PIN oder Unterschrift werden nicht benötigt. Das beschleunigt die Zahlung und erleichtert den Einsatz an Automaten.
- Die Abwicklung der Bezahltransaktionen mit der GeldKarte ist bequem und schnell; die bei anderen Zahlungsarten notwendige Online-Autorisierung entfällt.
- Die GeldKarte ist fälschungssicher. Um platt geklopfte ausländische Münzen müssen sich Automatenbetreiber keine Sorgen mehr machen, denn Falschgeld gibt es hier nicht.
- Der Kassenabschluss wird beschleunigt, da alle Umsätze in der so genannten Händlerkarte, die als Sicherheitsmodul fungiert, im Terminal gespeichert und beim Kassenschnitt einfach und schnell an die Hausbank des Händlers übertragen werden.
- Die eingereichten Umsätze werden dem Konto durch die Hausbank des Händlers zeitnah und in einer Summe gutgeschrieben.
- Besonders interessant für Betreiber von Automaten: Mit der GeldKarte sinkt das Risiko von Diebstahl und Vandalismus, denn Scheine und Münzen wird man vergeblich suchen.
- Die Kundenbindung wird erhöht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Kunden schnell an die bequeme Zahlungsart gewöhnen. Außerdem bietet die GeldKarte Platz für interessante Zusatzanwendungen wie z. B. Bonusprogramme.
Wichtigster Vorteil:
- Die GeldKarte ist günstig: Das Händlerentgelt beträgt nur 0,3% des Kaufumsatzes bzw. mindestens 0,01 Euro pro Transaktion – andere Zahlungsmittel sind bis zu 10 mal teurer.
Über die GeldKarte
Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Einzelhandel. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde mit seiner Bank- oder SparkassenCard (bisher ec-Karte), deren Chip am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals aufgeladen wird. Derzeit sind in Deutschland über 62 Millionen GeldKarten im Umlauf, die an über 100.000 Akzeptanzstellen zum Einsatz kommen. Sämtliche Bezahlvorgänge sind anonym und unterliegen den Richtlinien des Datenschutzes. Für den Händler ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. (Stand: Dezember 2003)
Über EURO Kartensysteme
Als ein Unternehmen der deutschen Banken und Sparkassen erbringt die EURO Kartensysteme GmbH Servicedienstleistungen für die führenden Kartenzahlungssysteme MasterCard und GeldKarte. Lizenzmanagement, die Entwicklung von Sicherheitsstandards, Methoden der Missbrauchsbekämpfung sowie Marketing für die GeldKarte sind Schwerpunkte der Tätigkeit. Zu den Kunden der EURO Kartensysteme gehören mehr als 2.500 Kreditinstitute. (Stand: Dezember 2003)


