Pressemitteilung: Hamburg, den 20. September 2002
Ob Parkhaus, Mensa, Ticketschalter oder Zigarettenautomat: Viele Orte, an denen die Hamburger bisher Kleingeld zählen mussten, akzeptieren bereits die GeldKarte für Kleinbeträge. Sichtbares Symbol ist das blau-rote GeldKarte-Zeichen an Automaten und Bezahlstellen. Der kleine goldene Chip mit der Bezahl-Funktion ist schon jetzt auf über einer Million Hamburger "ec-, Bank- oder Sparkassenkarten" zu finden – allerdings vielfach von den Bürgern unbeachtet.
In Hamburg soll sich das nun ändern: Hamburger Kreditinstitute, Automatenaufsteller, Hamburger Hochbahn, Unternehmen und kommunale Träger haben sich einer Förderinitiative für die GeldKarte angeschlossen, die Hamburg als Vorreiterstadt ausgewählt hat. Start der großen Vermarktungsaktion ist der 4. November 2002.
Unmittelbar beteiligt sind unter anderem drei zentrale Parkhäuser in der City, die Hamburger Hochbahn mit bereits über 1.000 GeldKarte-Ticketautomaten und Bezahlmöglichkeit in jedem Bus, die Hansa Baugenossenschaft, Bäderland Hamburg mit 26 Schwimmbädern, verschiedene Zigarettenautomatenaufsteller, 27 McDonald's Filialen, alle Städtischen Bibliotheken sowie Partner aus dem Einzelhandel, zum Beispiel diverse Spar-Märkte und alle 65 BUNDI-Shops Zahlreiche Akzeptanzstellen der GeldKarte findet der Hamburger ebenfalls bei der Deutschen Bahn und der Post mit ihren Briefmarkenautomaten, die bekanntlich kein Bargeld herausgeben können. Die Telekom rüstet im Herbst mehrere hundert öffentliche "Telefonsäulen" im Stadtgebiet auf die GeldKarte um.
Auch die Hamburger Universität macht es ihren Studenten bereits seit drei Jahren einfach: Sie können ihren Studentenausweis mit dem goldenen Chip nutzen, um Rückmelde- oder Bibliotheksgebühren zu entrichten sowie in der Mensa und an verschiedenen Automaten auf dem Campus bequem bargeldlos zu zahlen.
Alle Partner haben bereits Kassen und Automaten mit einem Lesegerät versehen oder rüsten diese gegenwärtig um. Weitere Akzeptanzstellen werden in den nächsten Monaten folgen.
Wichtigste Kriterien für die Auswahl Hamburgs als Vorreiterstadt waren die über eine Million GeldKarte-Inhaber, die große Anzahl der bereits existierenden GeldKarte-Akzeptanzstellen sowie das hohe Engagement der genannter Partner.
Im vergangenen Jahr bewiesen bereits Hanau, Münster sowie die Region Böblingen/Sindelfingen, dass die konzentrierte Ansprache der Bürger in einer Region zu deutlichem und nachhaltigem Anstieg der GeldKartennutzung führt. So haben sich beispielsweise die Ladevorgänge in Hanau während der Aktion verfünffacht, die Steigerung setzte sich im Anschluss an die Aktion fort.
Hamburg ist die erste Großstadt, in der dieses Projekt greift.
Arne Pache zeichnet im Haus EURO Kartensysteme, dem Initiator und Koordinator der Aktion, für das Thema GeldKarte verantwortlich. Für ihn rundet die GeldKarte das Angebot moderner Zahlungsmittel optimal ab. "Für das Zahlen von Kleinbeträgen im Alltag gibt es in Deutschland kein Kartenangebot mit einer auch nur annähernd großen Verbreitung. Die GeldKarte hat in Deutschland inzwischen eine Durchdringung erreicht, die sogar die der Kreditkarten bei weitem übertrifft. Wir sind überzeugt davon, dass sie eine komfortable Lösung für die oft lästigen Zahlungen von Kleinbeträgen ist – vor allem, wenn wie in Hamburg die Kreditinstitute den Ladevorgang an jedem Geldautomaten oder in seiner unmittelbaren Nähe ermöglichen."
Über die GeldKarte
Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chipform, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden. Die GeldKarte dient damit vorrangig als Kleingeldersatz. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und im Einzelhandel. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde mit seiner Bank- oder SparkassenCard (bisher ec-Karte), deren Chip am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals aufgeladen wird. Derzeit sind in Deutschland über 50 Millionen GeldKarten im Umlauf, die an über 80.000 Händlerterminals zum Einsatz kommen. Sämtliche Bezahlvorgänge sind anonym und unterliegen den Richtlinien des Datenschutzes. Für den Händler ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung. Über Zusatzfunktionen des Chips wie den Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen. (Stand: September 2002)
Über EURO Kartensysteme
Als ein Unternehmen der deutschen Banken und Sparkassen erbringt die EURO Kartensysteme EUROCARD und eurocheque GmbH Servicedienstleistungen für die führenden Kartenzahlungssysteme: Eurocard/MasterCard und eurocheque sowie die GeldKarte. Das Marken- und Lizenzmanagement sowie die Akquisition von Eurocard- und Visa-Vertragspartnern sind Schwerpunkte der Tätigkeit. Zu den Kunden der EURO Kartensysteme gehören mehr als 3.000 deutsche Kreditinstitute sowie nahezu 400.000 Handels- und Dienstleistungsunternehmen. (Stand: September 2002)


